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Es geht wieder los: Erster Gemeindeabend im Wintersemester zum Thema Friedliche Revolution 1989

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Erster Gemeindeabend: Do. 5.11.2020, 19:30 Uhr mit Christoph Wonneberger

Es ist so weit: Der ESG-Alltag beginnt wieder. Nachdem wir alle mir einigem Chaos und vielen Ungewissheiten ins neue Semester gestartet sind, kehrt wieder etwas Stetigkeit ein mit unserem wöchentlichen Gemeindeabend. Also: Nehmt euch ein Getränk und setzt euch zu uns: Die wöchentlichen ReferentInnenabende dieses Semester werden bis auf weiteres online stattfinden, sodass ihr gemütlich vom heimischen Sofa Live und in Farbe unserm Sendestudio im Georg-Siegfried-Schmutzler-Haus lauschen könnt. Immer Donnerstags um 19:30 Uhr beginnen wir. Diese Woche zu Gast ist Christoph Wonneberger. Er ist/war der Pfarrer, der von 1986 bis Ende Oktober 1989 die montäglichen „Friedensgebete“ in der Leipziger Nikolaikirche koordinierte. Aus diesen entwickelten sich die Montagsdemonstrationen und die Friedliche Revolution im Herbst 1989. Über diese Zeit möchten wir mit ihm sprechen. Ihr seid herzlich eingeladen, einzuschalten und auch per Chat und Mikrophon eure Fragen und Gedanken mit in den Abend einfließen zu lassen:

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“Ach, Mensch” – Leib- und Gliederschmerzen! Oder wie wir vielfältig sind und doch zusammengehören…

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“Ein Leib und viele Glieder”, sagt Paulus im 1. Kor 12. Das Bild vom Leib und den vielen Glieder leuchtet uns wohl ein. Auch wir als Studierendengemeinde sind vielfältig. Wir verstehen uns als bunten Haufen, ganz individueller Menschen. Aber gehören wir auch irgendwie zusammen? Können wir darauf setzen, füreinander da zu sein?

Predigt vom ESG Gottesdienst vom 01.11.2020

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“Ach, Mensch” – Menschliche und Christliche Gemeinschaften – Predigt am 25.10.2020

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“Ach, Mensch” heißt unser Semesterthema und dreht sich, natürlich, um verschiedene Facetten des menschlichen Leben. In den folgenden Gottesdiensten wollen wir unserem Menschsein nachdenken. Unsere Gefühle, unsere Körperlichkeit, unseren Geist, unsere Verhältnis zueinander und zu Gott und vielem mehr.

Den Auftakt macht ein Text über die “buck’lige Verwandtschaft” Jesu, über die Familie also, über Menschen, die zu uns gehören, ob wir wollen oder nicht. Was bedeutet es da, wenn auch Kirche sich als Gemeinschaft von Schwester und Brüder versteht?

“Ach, Mensch”, wäre schön, dich zu sehen oder zu hören!

Predigt vom ESG Gottesdienst am 25.10.2020

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Unterwegs zwischen Mut, Macht und Frieden

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Rückblick auf den friedenspolitischen Studientag am 10.10.2020

Große Politik, mutiger Einsatz Einzelner, Machtgebrauch und Machtmissbrauch, Hoffen, Beten und Handeln: Dieser große Horizont hat den Studientag am Samstag, den 10.10.2020 überspannt, den ein Team aus ESG, EAK (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden), ASF (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste) und der ev.-luth. Landeskirche Sachsens über ein Jahr lang vorbereitet und geplant hat. Ein bewusst gewähltes Datum und ein bewusst gewählter Ort: Direkt neben der Nikolaikirche, von wo aus der friedliche Umsturz mit einigen Mutigen vor 31 Jahren seinen Anfang nahm.

Dr. Hannah Neumann, Grünen-Abgeordnete im Europäischen Parlament, gab den ersten inhaltlichen Impuls mit ihrem Vortrag zu Perspektiven europäischer Friedenspolitik. Ein kompliziertes Feld – Rüstungsexporte, Fluchtursachen, Interventionen, Militärausgaben sind nur einige wenige Aspekte. Aus ihrer Erfahrung als Außen- und Sicherheitspolitikerin gab sie uns drei Gedanken mit:

Politik besteht aus Kompromissen und kleinen Schritten.
Wer sich scheut, für gute Zwecke nach der Macht zu greifen, überlässt sie denen, die sie missbrauchen wollen.
Und eine feministische Außenpolitik bedeutet, die Plätze und Stimmen am Verhandlungstisch deen zu verschaffen, die die Zivilgesellschaft repräsentieren.

Dr. Hannah Neumann, MdEP
Dr. Hannah Neumann.
Foto: Uwe-Karsten Plisch

Die Preisverleihung des Friedrich-Siegmund-Schultze-Preises für gewaltfreies Handeln als evangelischer Friedenspreis hätte eigentlich in einem Festakt mit Musik und Laudatio am Abend stattfinden sollen. Corona kam uns hier in die Quere, sodass die Verleihung in deutlich gekürzter Weise noch am Vormittag stattfand. Ausgezeichnet wurde der AK Zivilklausel der Universität Köln für seinen Einsatz gegen militärische Forschung – und die ESG Leipzig für ihr Engagement für Kirchenasyl. Wir gratulieren den Studierenden aus Köln und sind selbst dankbar für die Auszeichnung!

„Wir konnten Menschen ein Stück Heimat geben, das sie verloren hatten und gleichzeitig hat unsere Gemeinde durch ihre Gäste auch ein ganz neues Gefühl von Heimat bekommen. Die ESG Leipzig hat viel Kraft, Arbeit und Zeit in das Kirchenasyl investiert. Was unsere Gemeinde dafür aber erhalten hat, ist nicht aufzuwiegen.”

Marie-Theres Ebersoldt, Gemeinderatsvorsitz der ESG Leipzig

Das Preisgeld werden wir weiter für Kirchenasyl-Zwecke einsetzen.

Die Preisträger*innen: ESG Leipzig und AK Zivilklausel Köln. Foto: Uwe-Karsten Plisch

Auch in den folgenden zwei Workshoprunden, bei denen insgesamt fünf verschiedene Workshops stattfanden, war die ESG gut vertreten. Elena gab eine Einführung in die Austauscharbeit mit deutschen, russischen und ukrainischen Studierenden; Markus und Elisabeth diskutierten über Gottesdienst und Predigt als politisches Geschehen. Darüber hinaus fanden Workshops zu Zivilklauselarbeit, Nachwuchswerbung der Bundeswehr und ethischen Geldanlagen statt. Die meisten der Teilnehmenden blieben trotz der Coronasituation bis zum Ende, sodass alle Workshops gut besucht waren.

Foto: Uwe-Karsten Plisch

Souverän moderiert und durch den Tag geführt haben Max Weber (EAK) und Ella-Marie Beck (ASF). Dass wir gut gestärkt durch den Tag gekommen sind, haben wir dem Catering der Alten Nikolaischule zu verdanken und den Freiwilligen, die sich zur Essensausgabe bereitgefunden haben. Danke!

Nicht nur in der Moderation, sondern auch drum herum aktiv: EAK-Referent Max Weber.
Foto: Ella-Marie Beck

Insgesamt war der Tag ein Erfolg und hat Teilnehmende wie Vorbereitungsteam bestärkt, weiter mutig und kritisch auf Frieden hinzuwirken – im Kleinen und im Großen.

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ÖKUMENISCHER SEMESTERABSCHLUSSGOTTESDIENST, Do 16.07.2020, 18:00 Uhr Unikirche St. Pauli Leipzig

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Nachdem es dieses Mal mit dem Semestereröffnungsgottesdienst leider nicht geklappt hat, hab ihr jetzt die Chance, am ökumenischen Semesterabschlussgottesdienst teilzunehmen. Dieser wird am 16.07. um 18:00 analog in der Unikirche stattfinden. Essen und Getränke werden nicht angeboten. Auch von Seiten der ESG ist ein offenes Ende geplant. Vielleicht finden sich aber noch ein paar von uns zusammen, die abschließend zusammen eine Runde mit dem Rad drehen oder ähnliches?  Bitte meldet euch, wenn ihr beim ÖSAG dabei sein wollt, vorher an! Das könnt ihr hier tun: https://unigottesdienst.org/anmeldung/ Einen Flyer findet ihr unter dem Hygienekonzept noch angehängt.  

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Andacht zum Pfarrerabend, 02.07.2020

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Liebe Gemeinde, im Folgenden findet ihr die Andacht von V Lea zum heutigen Pfarrerabend, der der Frage “Was macht mich reich?” gilt. Viel Spaß beim Lesen!

In meiner Freizeit verbringe ich gerne mal etwas Zeit auf Youtube – manchmal mehr als mir lieb ist – und schaue dort gerne Videos des amerikanischen Jazzmusikers Charles Cornell. Dieser verfügt über ein sogenanntes absolutes Gehör, mit dessen Hilfe er u.a. (satirischerweise) ein Predigtvideo des amerikanischen Pastors Kenneth Copeland vertonte. Darin „bläst“ Copeland das Coronavirus hinfort und gibt an, die USA nun vom Coronavirus geheilt zu haben. Neben seinen, sagen wir mal, interessanten Ansichten zur Pandemie ist aber noch etwas anderes an Copeland interessant: Er ist Multimillionär und Anhänger der prosperity theology, zu Deutsch das „Wohlstandsevangelium“. Das heißt, dass sein Reichtum seiner Auffassung nach Gottes Wille ist, gar vorherbestimmt oder „Gegenleistung“ zu seinen religiösen Anstrengungen. Laut Wikipedia ist es in dieser Strömung fast wichtiger „eigene Segnungen zu erleben und Geschenke zu empfangen […] als Gott […] zu ehren.“

Ich finde das allein beleuchtet schon einen interessanten Aspekt zum Thema Reichtum, und zwar die Frage nach materiellen und geistigem bzw. geistlichem Reichtum und wie beides zusammen gedacht werden kann.

Die Bibel, besonders das Neue Testament, hat dazu eine klare Meinung. Da finden sich Sätze wie „Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ (Lk 12,15) oder „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6, 19-21). Und fast jeder kennt das Gleichnis vom Kamel und dem Nadelöhr. Das widerspricht natürlich vollkommen dem, was die Anhänger der prosperity theology glauben – das ist aber, denke ich, auch nicht weiter verwunderlich. Trotzdem ist es doch interessant zu gucken, wie eine Strömung im Christentum so entgegen der Bibel existieren kann. Wahrscheinlich sagt das auch viel über unsere Zeit aus: Gerade in der heutigen Zeit spielen Wohlstand und Reichtum eine besondere Rolle. Nicht nur in unserer Gesellschaft driften Arm und Reich immer weiter auseinander. Auch in der Welt klafft eine große Schere zwischen Arm und Reich: während wir in Deutschland z.B. darüber diskutieren, welche Bücher unsere Kinder lesen sollen, sammeln auf den Philippinen täglich tausende Kinder in hochgiftigen, biologisch toten Gewässern Plastikflaschen, an denen sie nicht mehr als täglich 90ct verdienen.

Hinzu kommt: Wir leben, zumindest in der westlichen Gesellschaft in einer, in der viele ihr Glück von weltlichen Reichtümern abhängig machen – wie ja auch die prosperity theology eindrücklich zeigt. Aber mal an die eigene Nase gefasst: Wer von uns will nicht auch, dass es ihm oder ihr gut geht – und noch mehr? Wir alle hängen doch irgendwie an den weltlichen Reichtümern, die uns gehören, unserer Kleidung, unserem Handy, unserem Geschirr, unserer Bettwäsche, usw. Und wer von uns wäre nicht gern selbst reich, wenigstens mal für einen Tag eine Villa mit Pool und keine Frage im Hinterkopf, wie man die nächste Miete bezahlen soll?

Doch sind wir nicht schon auf eine ganz andere Art und Weise reich?

Die letzten paar Tage habe ich das Buch Josua gelesen, also die Geschichte, wie Josua das Volk Israel über den Jordan in das ihnen versprochene Land führt. In einem Bibelkommentar über das Buch habe ich dann einen Satz gelesen, der erstaunlich gut zum heutigen Thema passt. Dort heißt es: „Die Überschreitung des Jordans ist oft als Symbol des Sterbens verstanden worden; hilfreicher und den Tatsachen mehr entsprechend ist jedoch, die Überquerung des Flusses als ein Sinnbild für den Eintritt in ein Leben der Fülle und des Segens zu verstehen, in welches der ‚Herzog unserer Seligkeit‘ (Hebr 2,10) uns schon jetzt führen will. Zur Erlösung gehören für den Christen auch Sieg, Reichtum und zur-Ruhe-Kommen ‚in Christus‘.“ Seitdem hat mich die Phrase „Reichtum in Christus“ gedanklich nicht mehr losgelassen. In einem haben die Wohlstandsevangelisten recht: Gott kann reich machen – aber eben nicht (nur) materiell!

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Wochenüberblick 21.-28. Juni

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 Inhalt:   1) GOTTESDIENST IN DER ESG, So 21.06. 2020, 19 Uhr, schönes Wetter: Garten der ESG, schlechtes Wetter: Gemeinendesaal der Bethlehemgemeinde
  2) ÖKUMENE-TALK, Mo 22.06.2020, 19:30 Uhr über Zoom (https://staffweb.zoom.us/j/96057075778?pwd=UFppeEZ2ZzZST1JwWmg4dGE0TzhMUT09)
  3) MORGENGEBET, Di 23.06.2020, 8:00 Uhr im entsprechenden Kanal auf Discord (https://discord.gg/fQbxhWF)  
4) GEMEINDEABEND, Do 25.06.2020, 19:30 Uhr auf Zoom, den Link zum Zoom findet ihr aber auf Discord und am Donnerstag hier auf der Webseite! (https://discord.gg/fQbxhWF)  
5) HYGIENEKONZEPT FÜR DIE ESG
1) Gottesdienst in der ESG Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Situation findet der Gottesdienst zwar statt, wird aber etwas anders ausgestaltet sein. Er wird deshalb dem neuen Hygienekonzept folgen.  Das Hygienekonzept findet ihr in diesem Newsletter unter Punkt (5).  Es entfallen alle liturgischen Handlungen, bei denen es zum Körperkontakt kommt, so auch das Abendmahl.
Nach Möglichkeit wollen wir den Gottesdienst medial ausstrahlen (Konkretes folgt noch).
Der Gottesdienst findet um 19 Uhr bei schönem Wetter im Garten der ESG und bei schlechten Wetter im Gemeindesaal der Bethlehem-Gemeinde (Kurt-Eisner-Straße 22 04275 Leipzig) statt.  

2) Ökumene-Talk Home sweet home. Ökumenische Gedanken zum Thema Heimat   Die christlichen Hochschulgruppen aus Leipzig laden euch herzlich zum zweiten digitalen, ökumenischen Gesprächsabend ein. Ziel ist es, Menschen aus den anderen Gruppen kennenzulernen, Spaß zu haben und über Gott und die Welt zu sprechen. Nach einem kurzen Input habt ihr die Möglichkeit, euch in Kleingruppen über das jeweilige Thema auszutauschen. Ihr seid aber auch eingeladen, abzuschweifen, euch kennenzulernen, zu lachen, zu spielen oder zu beten. Der Ö-Talk soll Anstoß für ökumenischen Austausch sein und Raum zur Vernetzung bieten. An diesem zweiten Abend möchten wir mit euch über das Thema Heimat sprechen. Was bedeutet für euch Heimat? Wo findet ihr geistliche Heimat? Und gibt es einen Unterschied zwischen Zuhause und Heimat? Teilt eure Gedanken mit uns und seid am 22. Juni 2020 um 19:30 Uhr dabei! Link zum ZOOM-Meeting: (siehe oben)  

3) Morgengebet Vor ein paar Wochen haben sich ein paar fleißige ESG-Mitglieder getroffen und die Gesänge des Morgengebets für uns aufgenommen. Deshalb kann dieses jetzt wieder stattfinden und allen Teilnehmenden einen schönen Start in den neuen Tag beschaffen! Dazu treffen wir uns zur gewohnten Zeit Dienstagmorgen 8 Uhr auf Discord im entsprechenden Kanal.  

4) Gemeindeabend BAK & Corona – Wie geht es Menschen mit Beeinträchtigungen in der Krise?
Unter diesem Titel laden wir vom BAK euch herzlich für den nächsten Gemeindeabend am 25.06.2020 zu einem Gesprächsabend mit Martina Scholz und Edit Tust ein. Martina Scholz ist langjähriges BAK-Mitglied und bestens vernetzt. Keine kennt den BAK und die BAKler*innen so gut wie sie. Edit Tust ist Aktivistin für Inklusion und engagiert sich u.a. für das Teilhabegesetz. Wir wollen mit den beiden über die derzeitige Situation und deren Konsequenzen für Menschen mit Behinderungen ins Gespräch kommen. Doch der Abend soll sich auch ein wenig um den BAK generell und um andere politische Maßnahmen zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung drehen. Schließlich haben wir mit Martina Scholz und Edit Tust zwei Expertinnen. Wenn ihr Interesse habt, dann schaut doch am nächsten Gemeindeabend am 25.06. um 19:30 vorbei. Der BAK freut sich!
!!! Wichtiger Hinweis !!! Der Gemeindeabend wird ausnahmsweise nicht über Discord sondern vermutlich über Zoom stattfinden. Den entsprechenden Link werdet ihr dann auf Discord finden. Falls es Probleme damit gibt, wendet euch bitte an bak@esg-leipzig.de.




5) Hygienekonzept für die ESG   Hygienekonzept der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig
gültig ab dem 8.6.2020
Aufgrund der immer noch vorhandenen Infektionsgefahr durch Covid-19 bitten wir darum bei Aufenthalt in der ESG zu unserer und eurer Sicherheit folgende Hygieneregeln einzuhalten:

  • Alle Gottesdienstbesucher*innen und Gäste waschen bzw. desinfizieren die Hände bei Betreten unserer Räume.
  • Besucher*innen werden auf allgemeine Hygieneregeln sowie die Hust- und Niesetikette hingewiesen.
  • Die Abstandsregeln sind sowohl drinnen als auch draußen einzuhalten (mindestens 1,50 m).
    • Beim Singen ist dieser Abstand auf mindestens 2m zu erhöhen. Stühle werden in entsprechendem Abstand aufgestellt.
    • Analog §2 SächsCoronaSchVO sind Abstände nicht notwendig für Paare und Mitglieder eines Haushaltes sowie Personen bei denen Sorge- und Umgangsrecht besteht.
  • Die Räume werden gründlich und regelmäßig gelüftet.
  • In den geschlossenen Räumen ist Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sofern es nicht möglich ist, die Abstandsregeln durchgehend einzuhalten.
  • Die sanitären Anlagen werden wöchentlich und darüber hinaus nach Bedarf gereinigt, die Reinigung wird mit Datum und Unterschrift dokumentiert.
  • Die Küche/ Bar ist kein Aufenthaltsort, auf Zubereitung von Essen wird verzichtet.
  • Besucher*innen werden mit Namen und Kontaktadresse/ Telefonnummer registriert. Die Daten werden sensibel behandelt und nach 21 Tagen vernichtet.
  • Auf dieses Hygienekonzept weisen wir mit Aushängen am Eingang und mündlich bei allen Veranstaltungen hin.

Euer Gemeinderat

             

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Blick in die Bücherregale

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Heute Abend zum Gemeindeabend haben wir uns mit Buchempfehlungen beschäftigt. Hier eine kurze Liste, welche Titel wir diskutiert haben:

Drei Männer im Schnee – Erich Kästner
Der Schwarm – Frank Schätzing
Der Anschlag – Stephen King
The Green Mile und Wahn von King kann man auch noch empfehlen
Vor dem Fest – Sasa Stanisic
Flaschenpostgeschichten. Von Menschen, ihren Briefen und der Ostsee – Oliver Lück
Über die Ostsee in die Freiheit: Dramatische Fluchtgeschichten – Bodo und Christine Müller
Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr – Walter Moers
Pilger am Tinker Creek – Annie Dillard
Wir Ertrunkenen – Carsten Jensen
Das Wetterexperiment – Peter Moore
Wie das Wetter Geschichte macht – Ronald D. Gerste

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Andacht zum Gemeindeabend, 18.06.2020

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Hier findet ihr die Andacht von Judith, einer unserer V’s, zum heutigen (Literatur-)Gemeindeabend.

„Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“

Da ich diese Woche viel mit meinem Vortrag für die Uni beschäftigt war, habe ich erst heute Zeit zum Schreiben dieser Andacht gefunden. Gestern Abend wollte ich mir eigentlich schon Gedanken dazu machen, aber ich war echt müde und eher mit meinen Gedanken bei meinem anstehenden Vortrag. Da ist mir der Spruch: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“ eingefallen.

Damit habe ich mich erst einmal vertröstet und habe Gott gebeten mir vielleicht über Nacht eine Idee für eine Andacht zugeben.

Heute Morgen hatte ich dann zwar keine wirklich neue Idee, sondern ich hab mir den Spruch zum Thema gemacht.

„Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“, der Spruch steht sogar in der Bibel in einem Psalmen von Salomo. Psalm 127,2.

Zum einen drückt der Spruch aus, was oft in der Bibel durchscheint. Wer auf Gott vertraut und an ihn glaubt, dem wird an nichts mangeln. Seinen Kindern gibt Gott also sozusagen alles „im Schlaf“, ohne dass sie etwas dafür tun müssen, außer zu glauben und zu vertrauen.

Und dieses „alles“ kann viel bedeuten. Zum einen kann das leibliche Wohl sein, also das Gott einen mit materiellen Dingen und Gesundheit versorgt. Es können aber auch irgendwelche Ideen sein oder Anweisungen, Warnungen, vielleicht sogar Prophezeiungen.

Wie viele Menschen in der Bibel haben Träume? Jakob, Josef sein Sohn, Daniel, Joseph der Vater Jesu und auch Heiden wie der Pharao in Ägypten, Nebukadnezar oder die Frau von Pilatus.

Alle hatten Träume, die ihnen Gott im Schlaf gegeben hat.

Zum andern regt der Spruch auch zum Schlafen an, zum zur Ruhe kommen.

In dem hebräischen Urtext und der Vulgata seht nämlich: „Cum dederit dilectis suis somnum“ statt „in somno“. Ich spreche zwar weder Latein noch Hebräisch, aber das „somnum“ – Schlaf heißt bekomme ich noch zusammen. Der Spruch lautet also eigentlich: „Den Seinen gibt er Schlaf.“.

Man soll also einfach mal schlafen, sich ausruhen. Mal nicht alles selber machen sondern auch mal was an andere abgeben, an Gott abgeben. Denn Gott will auch etwas für uns tun. Er will nicht das wir uns verausgaben und dabei ausbrennen, bis wir nur noch irgendwelche wandelnden Zombies sind.

So war es z.B. fast bei der ICF-Gemeinde in Leipzig. Diese Freikirche feiert ihren Gottesdienst in einem Studio des MDR. Das heißt sie müssen jeden Sonntag alles auf- und abbauen. Stühle, Bühne, Licht, Technik, Bar, …. Das bedeutet die Ersten fangen um 5 Uhr an mit aufbauen und die Letzten gehen dann 20 Uhr. Blöd nur wenn die Ersten und die Letzten Personen dieselben sind. Nach mehreren Wochen und Monaten in dieser Unterbesetzung von Mitarbeitern, konnten die meisten einfach nicht mehr. Sie hatten das zwar gern gemacht, aber ihnen fehlte ihr Ruhetag. Sie wollten auch einfach mal einen Tag nur zum Gottesdienst gehen, dort Kraft tanken und dann zuhause sich mal ausruhen. Die Mitarbeiter der Gemeinde waren ausgebrannt und kurz vor dem Zerfall.

Zum Glück hat es die Gemeinde geschafft. Hat Leute zusammen getrommelt, so dass nicht mehr der Erste der Letzte sein musste.

Denn Gott will, dass wir fröhlich durchs Leben gehen und ihm gerne dienen und dazu gehören eben auch Ruhepausen. Auch Gott hat sich bei seiner Schöpfung den 7.Tag zum Ruhetag genommen.

Wenn Gott sich schon einen Ruhetag nimmt, wie nötig haben es es dann die Menschen erst sich etwas Pause und Schlaf zu gönnen?

Das heißt jetzt nicht, dass wir nur noch faul herum liegen sollen, im Vertrauen darauf, dass Gott schon alles richten wird. Aber wir dürfen Pausen einlegen, in denen wir bewusst zur Ruhe kommen, Kräfte tanken und mit frischem Elan wieder durchstarten. Denn so können wir Gott viel besser dienen, als als irgendwelche Zombies in unseren Fantasyromanen.